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Winchelsea

in der Kunstbäckerei

Ein Atelierprojekt von Birgit Albrecht. Die erste Ausstellung zu meiner Fotoserie prekärer Zustände: in diesem Falle Holzpfosten, die zu haarfeinen Mustern geborsten sind, in die der rötliche Rost bereits tief eingesickert ist und auf denen schwarze Tanggewächse sprießen. Es wurden 28 großformatige Fotos von Wellenbrechern gezeigt, die an Englands Küste den Kräften von Flut und Ebbe mehr oder weniger standgehalten haben. So ist es auch eine fotografische Lektion über den Kampf des Menschen gegen die Natur und deren Übermacht. Einerseits sind die Pfosten alle gleich, nämlich rund, andererseits ist aber keiner wie der andere. Hier ist auf engem Raum eine erstaunliche Vielfalt der Formen und Farben entstanden. Und kann diese Ästhetik des Verfalls nicht auch als ein schönes Beispiel für eine sich selbst erzeugende und völlig zweckfreie Kunst gelten? Die Ausstellung trägt den Titel des Badeortes in East Sussex, an dem ich fündig wurde: Winchelsea. Es gab noch eine Attraktion: Im Hinterzimmer lagen Materialien zu früheren Ausstellunge bis zurück in die 70er-Jahre. Da wurde ausgiebig geschmökert .. Bonn 2015